Startseite Foren Öffentlicher Bereich Externe Angebote Vortrag Zwischen Eltern und Kindern 05.05.21

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  • Offene Fachschaft Medizin Freiburg
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    Liebe Angehörige des PSF, liebe Vortragsinteressierte,

    da unser heute Abend stattfindender Vortrag von Frau Erika Kittler auf enormes Interesse gestoßen ist haben wir uns dazu entschieden, auch Kurzentschlossenen noch die Möglichkeit zu bieten, daran teilzunehmen.

    Hierfür senden wir Ihnen folgenden Link:

    Thema: „Zwischen Eltern und Kindern – wenn die Gegenwart den Blick auf die Vergangenheit verstellt“
    Uhrzeit: 5.Mai.2021 08:15 PM Paris

    Zoom-Meeting beitreten
    https://us02web.zoom.us/j/86400309981?pwd=Q09ldldxV0gvMEh6SHc2YzkwS1dmdz09

    Meeting-ID: 864 0030 9981
    Kenncode: 340547

    Die Referentin, Frau Erika Kittler, hat uns außerdem eine Zusammenfassung ihres Vortrags als Ausblick für den heutigen Abend zugeschickt, die ich an dieser Stelle gern mit Ihnen teile:

    „Zwischen Eltern und Kindern – wenn die Gegenwart den Blick auf die Vergangenheit verstellt“
    Überlegungen zu Trauma, Zeit und Perversion
    (veröffentlicht in der Zeitschrift: Kinderanalyse 1/2020)
    Mittwoche: nicht der 17.6.21 ( Silser Woche)

    Zusammenfassung: Ausgehend von einem Gerichtsgutachten, das einem jungen Gewalttäter einen „schwierigen Charakter“ attestiert, diesen jedoch explizit nicht als Traumafolge wertet, hebt der Text hervor, dass Freud den „schwierigen Chrakter“ stets als „posthume“ Traumafolge ansah. Es folgen Überlegungen zur Traumatransmission über Generationen hinweg. Ein besonderer Versuch der Traumabewältigung wird hervorgehoben, bei dem das im Trauma zerstörte Objekt samt dem Begehren in einer Krypte versenkt, und darüber ein Fetischbild errichtet wird. Als Erwartung, dieses idealisierte und sexualisierte Bild zu realisieren, um damit das zerstörte Objekt wieder zu beleben, wird dann die nächste Generation infiltriert. Am Beispiel von Nabokovs Roman Lolita wird dieser Hypothese nachgegangen. Diese prägnant beschriebene perverse Vater-Kind-Beziehung des Romans wird mit den Erfordernissen in der normalen Eltern-Kind-Beziehung verglichen und die väterliche Funktion als verantwortlich für die Weitergabe von Erinnerung und Gedächtnis herausgestellt, während ein perverser Vater die Gegenwart festschreibt.

    Herzliche Grüße
    Susanne Fütterer

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